Was ist ein Konzept?

Weißt du, “wo” du dein Anliegen in der Welt platzieren sollst? Bild © Madeleine Kulle

1. Identität & Umwelt

Jedes Anliegen hat eine andere „Umgebung“. Wenn ich bspw. für ein Unternehmen, das nachhaltige Periodenpanties herstellt, ein Konzept mache, dann wäre die bildliche Umwelt wahrscheinlich nicht die eines Steueramtbüros mit grauen Anzügen und Kaffee, sondern Ästhetik, Nachhaltigkeit, „Coolness“, Nachhaltigkeits-Zertifikate, Forschung und Lifestyle.

Wir finden uns eher im Zimmer einer 26-Jährigen, die ihre Tage hat und „die neue Leo-Pantie“ trägt, anstatt im „Finance-Sister“-Setting mit Sportauto (außer Stereotypen zu überwinden ist BEWUSST ein Erkennungsmerkmal).

Bei einem Konzept überlegst du dir:

Was ist überhaupt die Identität meines Anliegens?

Hier habe ich „ein Produkt“ – wie gestalte ich eine authentische Welt um es herum, hinter der ich auch stehen kann? Was sind:

  • Kerngefühl

  • Kernessenz

  • Kernmission

Mit diesen ersten wichtigen Fragen kristallisiert sich langsam eine Identität und ein Gefühl heraus, mit dem klarer wird, an welchen Orten du dich positionieren kannst.

Kennst du dich selber und dein eigenes Anliegen gut? Bild © Madeleine Kulle

2. Hinderliches & Förderliches

Teil eines Konzepts ist ein realistischer „Scan“: Was für Vorteile und Risiken gibt es bei meinem Anliegen? Beispiel: Wie steht es um die Qualität der Produkte und die Zertifikate – ist es realistisch, dass trotz Bemühung mal etwas nicht passen könnte? Zurück zu unserem Beispiel: Wäre das Periodenpantie-Unternehmen auf verschiedene Szenarien vorbereitet, die sich dann auf Social Media abspielen könnten? Kennt es entsprechend die „hinderlichen Aspekte“ des Vorhabens?

Oder im Sinne des Candy-Storms: Was gibt es für „förderliche Aspekte“? Hat die Gründerin bspw. eine starke Kamerapräsenz, die sie für packendes Storytelling nutzen kann, um die Messages von Nachhaltigkeit etc. gekonnt rüberzubringen?

Im Rahmen eines Konzepts schaust du dir an: Was gibt es zu beachten – positiv wie negativ, also „förderlich und hinderlich“. So kennst du deine Ressourcen besser und bist dir bewusst, wo du vorsichtig sein und dich vorbereiten musst. Du kannst mit mehr Sicherheit planen und Fettnäpfchen umgehen, weil du die „rosarote Brille“ abgesetzt hast – was nicht bedeutet, dass du nicht eine große Anzahl positiver Aspekte erkennen wirst. Dein Social-Media-Konzept basiert auf der Realität.

3. Messages & Maßnahmen

In einem Konzept festigst du also dein eigenes Bewusstsein darüber, „was“ dein Anliegen ist und „wie du wirken möchtest“, dann, in einem nächsten Schritt: mit welchen „Messages“ du dein Anliegen am besten kommunizieren kannst. Welche Tonalität erreicht zum Beispiel potenzielle Käufer*innen von Periodenpanties? Trockener Humor und sachlicher Ausdruck oder bewusste Sprache mit ein paar „trendy Lifestyle-Sprinkles“?

Sobald du weißt, was deine Messages sind und wie sich diese anhören, geht es langsam daran, Maßnahmen zu entwickeln. Und diese gehen immer zuerst durch diese „Konzept-Brille“ hindurch. Alles, was ins Gesamtbild passt und die „Konzept-Haltestellen“ bestanden hat, wird veröffentlicht – alles andere lässt du gehen und fokussierst dich auf Stimmiges.

Fallbeispiel: Bspw. merkt der Social Media Manager bei dem Periodenpantie-Unternehmen, dass ein Trend zwar lustig ist, aber dank des Konzepts realisiert er, dass das Mitmachen beim Trend das Gesamtbild stören und entsprechend subtil Irritation auslösen könnte. Er kreiert daraufhin ein eigenes Format, das von der Community entsprechend angenommen wird.

Ein Foto eines geöffneten Notizbuches, flach auf einem Holztisch. Darin von Hand geschriebener Titel "Maßnahmen" in comichafter, kreativer und bunter Art, sowie eine Auflistung 1-3

Alles, was du machst, basiert auf einer durchdachten – zu dir passenden – Basis. Bild © Madeleine Kulle

4. Fazit

Du siehst also – ein Konzept ist ein durchdachter Fahrplan und Wegweiser. Es schafft ein Gesamtbild, das in sich stimmig ist.

Mit ihm kannst du mit einer klaren Identität auftreten, die für Menschen greifbar ist – auf konkrete und subtile Weise, mit der richtigen Tonalität, stimmigen Bildern und einer passenden Gefühlswelt.

Wenn dir ein stimmiger Plan von A bis Z wichtig ist, der dein Anliegen und deine Ressourcen genau und realistisch beachtet – dann kontaktiere mich für eine Zusammenarbeit.

Alles Liebe – Madeleine,
PR-Beraterin & Konzeptionistin

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